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Tipps und Tricks für Ihren Service - So bekommen Sie mehr Trinkgeld!

„Stimmt so!“ Das ist wohl eine Aussage, die an kaum einem Ort so häufig zu hören ist wie in Restaurants, Bars oder Hotels. Das Trinkgeld ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Der Gast signalisiert damit dem Personal, dass er mit der Bedienung und dem Service zufrieden war. Für manchen Servicemitarbeiter ist das Trinkgeld – im Schnitt sind das übrigens fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrages – somit auch eine Form der Bewertung und ein Zeichen dafür, wie viel dem Gast die Bedienung wert war.

Doch wie kam es eigentlich dazu, dass sich das Trinkgeld in Deutschland so stark etabliert hat? Und dass es sogar als Beleidigung verstanden wird, wenn der Gast seinen Rechnungsbetrag nicht aufrundet? Wir begeben uns für Sie auf die Spur des Trinkgeldes. Und wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Chancen auf ein gutes Trinkgeld mit einfachen Tricks erhöhen können.

>> Hier geht’s zu den 10 Tipps für mehr Trinkgeld

Die Geschichte des Trinkgeldes – von der Bestechung zur höflichen Geste

Bild: Rechnung & Trinkgeld, Bild: Kellnerin bringt KaffeeBereits im 18. Jahrhundert war das Trinkgeld in Deutschland etabliert. Adolph Freiherr von Knigge bezeichnete die zusätzliche Finanzspritze als eine „selbstverständliche Möglichkeit, Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu schaffen“. Doch die Geschichte des Trinkgeldes reicht weit mehr in die Vergangenheit unserer Kultur zurück als nur bis zur Zeit Knigges. Er ist also nicht, wie man vermuten könnte, der Erfinder des Trinkgeldes. Vielmehr wurde es bereits im Mittelalter als bewährtes Mittel genutzt, um Helfern wie etwa Handwerkern oder Fuhrleuten damit den persönlichen Dank für eine Leistung oder die Bewirtung auszudrücken. Doch auch wenn dies heute nicht mehr denkbar ist: Das Trinkgeld galt bis in die Moderne auch als beliebtes Bestechungsmittel und als Zeichen für einen mangelnden Respekt dem Dienstleister gegenüber.

Denn besonders im 19. Jahrhundert wurde das Trinkgeld auch als Mittel genutzt, um weibliche Bedienungen zur Prostitution zu zwingen und Kellner zum persönlichen Sklaven zu machen. Aus diesem Grund wurde Anfang des 20. Jahrhunderts sogar ein Verbot des Trinkgelds angestrebt, das aber aufgrund der Freiwilligkeit der Zahlung nie durchgesetzt werden konnte. Insbesondere auch, da damals das Trinkgeld die Lebensgrundlage von Bedienungen bildete. Sie bekamen kaum eigenen Lohn und waren auf das Trinkgeld angewiesen. Auch wenn sich das weitestgehend geändert hat, ist dieser Bonus für die Bedienung nie von der Bildfläche verschwunden. Heute ist das Trinkgeld mehr denn je eine Geste der Höflichkeit und der Dankbarkeit für guten Service.

Trinkgeld im internationalen Vergleich – wer zahlt wie viel Trinkgeld?

Trinkgeld ist in jedem Land üblich? Falsch! Wer sich vor seiner Reise ins europäische Ausland nicht ausreichend über die Gepflogenheiten im Urlaubsland informiert, kann im Restaurant schon mal verwunderte Blicke ernten. Unsere dänischen Nachbarn beispielsweise rechnen das Trinkgeld direkt in die Preise für Getränke und Speisen ein und erwarten daher keinen zusätzlichen „Tip“, wie es international genannt wird. Allerdings wird hier in vielen Reiseführern darauf hingewiesen, dass Trinkgeld in Dänemark von der Bedienung im Restaurant dennoch gerne angenommen wird und als freundliche Geste gilt. Das ist aber nicht überall so. In manchen außereuropäischen Ländern gilt das freiwillig gezahlte Geld für die Bewirtung als würdelos. Japan stellt sich klar und deutlich gegen das Trinkgeld. Wenn Sie sich nicht gerade in einem international ausgerichteten Hotel befinden, wird der „Tip“ sogar als Beleidigung empfunden. Denn das Bedienen ist in Japan mit sämtlichen anderen Berufen gleichgestellt. Ein Trinkgeld im Restaurant zu geben würde bei einem Japaner also ebenso für VerwirrungBild: Kellnerin zeigt Paar die Speisekartesorgen wie eine freiwillige, zusätzliche Spende an einen Arzt oder Buchhalter.

Die Höhe des als angemessenen empfundenen Trinkgeldes ist dabei in den meisten europäischen Ländern ähnlich. In Deutschland sind fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags üblich, egal ob im Restaurant, an der Bar oder im Hotel. Auch in Griechenland, Irland, Österreich und der Türkei freut sich das Personal über eine maximale Aufrundung des Betrags um zehn Prozent. Unsere skandinavischen Nachbarn kalkulieren den Service ohnehin schon in die Rechnung ein.

Es gibt auch Länder, in denen der Gast in Sachen Trinkgeld noch etwas mehr zur Kasse gebeten wird. Die Franzosen erwarten für ihre Leistung sogar zehn bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags. Das Geld wird dem Servicepersonal allerdings nicht direkt bei der Bezahlung übergeben – der Gast lässt stattdessen das Trinkgeld beim Verlassen des Lokals auf dem Tisch liegen. Auch in Großbritannien, Portugal und Spanien sind 15 Prozent durchaus üblich und gelten dort als angemessenes Trinkgeld.

Durchschnittliche Trinkgelder für Kellner und Bedienungen in Deutschland

Infografik: Höhe des Trinkgelds, Trinkgeld in Deutschland, Dafür gibt es Trinkgeld, Trinkgeld im Vergleich

Die Tatsache, dass in Deutschland bei einem Restaurantbesuch das Trinkgeld für die Bewirtung zum guten Ton gehört, ist überall bekannt. Jedoch bei der Höhe des Trinkgeldes scheiden sich oftmals die Geister! Grundsätzlich gilt die Faustregel: Fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags sind angemessen und werden von der Bedienung weder als Beleidigung noch als Bestechung empfunden. 72 Prozent – und damit die deutliche Mehrheit der Deutschen – sehen das genauso und greifen sogar für einen überaus guten Service gerne noch etwas tiefer in die Tasche.

Bild: Keller legt Tischwäsche im Außenbereich aufDoch in Deutschland können sich die Gastronomen, Hoteliers und deren Angestellten nicht immer über gleich spendable Gäste freuen. Je nach Region und Bundesland schwankt nämlich die Bereitschaft für einen extra Obolus im Restaurant stark. So müssen sich Kellner und Bedienungen in den neuen Bundesländern, besonders in Sachsen und Thüringen, auf eine enttäuschende Trinkgeldausbeute gefasst machen. Bei einer Umfrage gaben elf Prozent der befragten Gäste an, prinzipiell gar kein Trinkgeld zu geben.

In Bayern sieht das schon anders aus:
Die Hälfte aller Gäste macht der Bedienung mit dem Trinkgeld bewusst eine Freude und sieht das auch als selbstverständlich an – natürlich nur, sofern der Service stimmt! Unzufriedene Gäste sind sich dagegen auch im Bundesländervergleich schnell einig: Für unmotivierte oder schlampige Bedienungen gibt es kein Lob, und somit auch kein Trinkgeld. 42 Prozent der Befragten verweigern deshalb bei schlecht empfundenem Service die Trinkgeldzahlung. Lediglich die Baden-Württemberger zeigen sich noch etwas nachsichtig mit dem Personal: Trotz schlechtem Service geben neun Prozent von ihnen bereitwillig dasselbe Trinkgeld, das sie auch bei einer guten Bewirtung gezahlt hätten.

Doch was genau macht guten Service für einen deutschen Wirtshaus- und Cafébesucher eigentlich aus?

Bild: Kellnerin im KaffeeDie Antwort darauf ist so einfach wie logisch: 
Es ist vor allem die Freundlichkeit der Servicemitarbeiter. Bei einer Umfrage gaben 91 Prozent der Befragten an, dass Freundlichkeit für sie das Zeichen für guten Service ist. Dazu zählt ein offenes Lächeln bei der Bestellaufnahme, das freundliche Telefongespräch mit einem Mitarbeiter im Kundenservice, oder auch die Geduld der Servicekräfte bei unentschlossenen Gästen. Dicht gefolgt ist die Freundlichkeit von der Aufmerksamkeit. Ein Kellner, der leere Gläser registriert und deshalb ab und zu nach offenen Wünschen seiner Gäste fragt, hinterlässt bei 80 Prozent der männlichen und 77 Prozent der weiblichen Gäste einen guten Eindruck. Weniger priorisiert und dennoch als wichtig erachtet wurden von den Befragten außerdem Serviceleistungen wiekompetente Beratung, Schnelligkeit im Service sowie höfliche Zurückhaltung der Bedienungen.

Anhand dieser Statistiken lässt sich bereits deutlich erkennen, dass guter Service nicht immer ein Hexenwerk sein muss und bei den meisten Deutschen auch dafür sorgt, dass sie sich bei der Vergabe von Trinkgeld spendabel zeigen.

Es gibt sogar noch den ein oder anderen Trick, wie Sie Ihre Chancen auf ein gutes Trinkgeld noch erhöhen können.

10 TIPPS UND TRICKS FÜR MEHR TRINKGELD
SO ERHÖHEN SIE IHR TRINKGELD

Tipp 1: Bleiben Sie freundlich, egal was kommt

Freundlichkeit ist im Service das A und O. Kaum eine andere Eigenschaft des Servicepersonals hat einen so merklichen Einfluss auf die Zufriedenheit der Kunden wie das nette und freundliche Verhalten der Bedienung. Mit dem Trinkgeld werden das Verhalten und der Wohlfühlfaktor, der durch die Bedienung entsteht, honoriert. Dies gilt für jeden Gast - egal ob er einen Kaffee oder ein mehrgängiges Menü bestellt. Insbesondere bei Gästen, die ungehalten ihrer Unzufriedenheit in Bezug auf Service oder Essen Luft machen, gilt deshalb: Ruhe bewahren, freundlich aber bestimmt auf die Kritikpunkte eingehen und nach Lösungen suchen. Denn auch wenn es manchmal schwerfällt: Der Gast ist König und wird seine Erfahrungen weitererzählen. Zum Beispiel über soziale Netzwerke, Bewertungsplattformen oder im Familien- und Freundeskreis.

Tipp 2: Achten Sie besonders auf Sauberkeit am Tisch

Dass der Tisch für jeden neuen Gast sauber und ordentlich vorbereitet und gründlich gereinigt wird, ist selbstverständlich. Doch auch während Ihre Gäste essen ist die Sauberkeit am Tisch wichtig. Beobachten Sie beispielsweise, dass ein Gast etwas Soße verschüttet hat oder ein Kind die Brösel des Frühstücksbrötchens über den Tisch verteilt, bieten Sie nachdem die Gäste gegessen haben an, den Tisch kurz abzuwischen oder gegebenenfalls eine neue Tischdecke aufzulegen. Bei schlimmeren Unfällen, etwa bei einem verschütteten Getränk, sollten Sie sofort eingreifen. Der Service und die Reinigung der Tische ist eine einfach, aber wichtige Aufgabe und wird sicherlich gerne mit einem schönen Trinkgeld belohnt.

Tipp 3: Wiederholen Sie die Bestellung

Dieser Trick hilft nicht nur, damit Sie den Überblick bei größeren Bestellungen behalten, sondern ist auch ein Geheimtipp für mehr Trinkgeld. Nehmen Sie die Bestellung Ihrer Gäste auf und wiederholen Sie danach seine Wünsche ruhig und mit Blickkontakt zum jeweiligen Gast. Damit sichern Sie einerseits ab, dass alle Bestellungen korrekt aufgenommen wurden, und geben Ihren Gästen gleichzeitig das Gefühl, dass Sie ihnen aufmerksam zugehört haben.
Übrigens: Wer seinem Gegenüber aufmerksam zuhört und es „spiegelt“, baut dabei Sympathien auf. Das hat der Psychologe Rick van Baaren in einer Studie der Universität von Nijmegen herausgefunden. Das Ergebnis: Es gaben nicht nur mehr Gäste Trinkgeld, sondern auch die Höhe des Trinkgeldes erhöhte sich auf das Doppelte!

Tipp 4: Bemühen Sie sich auch Extrawünsche zu erfüllen

Es kommt in der Praxis sehr häufig vor, dass Gäste Sonderwünsche äußern. Zum Beispiel aufgrund von Unverträglichkeiten, Allergien, Ernährungsweisen oder einfach wegen des persönlichen Geschmacks. Gehen Sie soweit wie möglich auf diese Wünsche der Gäste ein und notieren Sie diese. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Koch eine Alternative zubereiten kann, bitten Sie den Gast um etwas Geduld und fragen in der Küche nach. Auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden können: Die Gäste werden Ihre Kooperationsbereitschaft zu schätzen wissen und Sie können Ihrem Chef oder in der Küche die Info weitergeben, welche Komponenten in der Küche gegebenenfalls noch fehlen und in Zukunft optimiert werden könnten.

Tipp 5: Seien Sie aufmerksam und bleiben Sie geduldig

Ihr Gast weiß noch nicht, was er bestellen möchte? Drängen Sie ihn nicht zu einer Entscheidung, sondern lassen Sie ihm ausreichend Zeit, um sich für ein Gericht auf der Speisekarte oder für ein Getränk an der Bar zu entscheiden. Ein zu häufiges Auftreten in zu kurzen Abständen am Tisch wirkt auf die Gäste beunruhigend. Es wäre schade, wenn diese aufgrund von Zeitdruck eine für sie unpassende Speisenwahl treffen würden. Bei unentschlossenen Gästen können Sie stattdessen vielleicht sogar mit einer persönlichen Empfehlung punkten. Stellen Sie das aktuelle Tagesgericht vor oder fragen Sie nach den Vorlieben Ihres Gastes. Das schafft nicht nur eine freundliche Basis, sondern hilft auch dem Gast bei der Entscheidung und wird sicher gerne mit einem guten Trinkgeld belohnt.

Tipp 6: Halten Sie Papier und Buntstifte für Kinder bereit

Kinder, die mit ihren Eltern in ein Café oder Gasthaus gehen, langweilen sich meist schnell, wenn sie keine Möglichkeit haben sich zu beschäftigen. Falls Sie keine Spielecke für Kinder anbieten, bieten Sie doch stattdessen an direkt mit der Speisekarte ein paar Buntstifte und Papier an den Tisch zu bringen. So können die Eltern in Ruhe aus der Karte auswählen, während die Kinder sinnvoll beschäftigt sind. Die Freude der Eltern für eine möglichst ruhige Zeit beim Essen ist Ihnen damit sicher - und somit auch ein hohes Trinkgeld.

Tipp 7: Halten Sie im Sommer einen Trinknapf für Hunde bereit

Besonders Biergärten werden im Sommer häufig von Spaziergängern und Wanderern besucht, die mit ihren Hunden unterwegs sind. Während Herrchen und Frauchen essen, warten die Vierbeiner meist geduldig unter dem Tisch und ruhen sich aus. Mit diesem Tipp sind Ihnen die Sympathiepunkte der Gäste sicher: Bieten Sie einen Trinknapf mit frischem Wasser für Hunde an und sorgen Sie auch selbstständig für Nachschub, falls der Napf an besonders heißen Tagen rasch leer sein sollte.

Tipp 8: Nur keine Ausreden – entschuldigen Sie sich für Fehler

Auch das kann passieren: Unvorhergesehene Änderungen in der Küche, Sie nehmen die Bestellung falsch auf oder verwechseln beim Servieren zwei Tische und bringen den Gästen das falsche Hauptgericht. Sobald der Fehler bemerkt wurde, sollten Sie dafür keine Ausreden erfinden oder die Schuld vor Ihren Gästen auf andere schieben. Viel besser ist es, wenn Sie sich umgehend und höflich für den Fehler entschuldigen, gegebenenfalls auch im Namen der Kollegen. Eine aufrichtige Entschuldigung kann selbst erhitzte Gemüter schnell wieder beruhigen. Bitten Sie Ihre Gäste um Verständnis und schlagen Sie dabei unbedingt eine alternative Lösung vor. Sollte es sich um einen größeren Fehler handeln, bieten Sie eine angemessene Entschädigung an. Mit diesen Tipps können Sie Ihre Gäste auch trotz der ersten Enttäuschung am Ende noch begeistern!

Tipp 9: Sehen Sie Stammgäste nicht als selbstverständlich an

Stammgäste sind die gute Seele jedes Wirtshauses. Man bedient sie oft schon seit Jahren, kennt ihren Namen und Gewohnheiten und sollte deren Treue zu schätzen wissen. Daher ist es wichtig, Stammgäste nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen. Kundentreue ist das größte Kompliment an Sie, an Ihre Küche, das Servicepersonal und die Atmosphäre in Ihrem Hotel, Restaurant oder Café. Vergessen Sie deshalb nie, dass ihre Stammkundschaft keine Selbstverständlichkeit ist und zeigen Sie auch, wie wichtig es Ihnen ist, dass Ihre Stammgäste zufrieden sind. Diese Aufmerksamkeit wird dann auch durch ein angemessenes Trinkgeld honoriert.

Tipp 10: Nehmen Sie sich Zeit für die Fragen Ihrer Gäste

Es ist Wochenende, Sie sind im Stress, alle Tische sind belegt und die Gäste warten auf ihr Essen. Jetzt ist keine Zeit für Fragen und Small Talk? Nicht ganz. Natürlich können Sie sich jetzt nicht mit netten Gästen plaudern und darüber Ihre Arbeit vernachlässigen. Beantworten Sie aber geduldig die Fragen Ihrer Gäste, selbst wenn die Zeit unter den Nägeln brennt. Werden Sie nicht hektisch und geben Sie Ihren Gästen das Gefühl willkommen zu sein. Schon mit einem beiläufigen, freundlichen Satz sammeln Sie auch unter Zeitdruck zusätzliche Sympathiepunkte, die sich im Trinkgeld widerspiegeln werden.

>> Kostenloser Download der Trinkgeld Tipps

Steuerliche Vorgaben – Trinkgeld absetzen oder nicht?

Besonders für Neulinge in der Gastronomie stellt sich die Frage, ob sie ihr Trinkgeld steuerlich absetzen müssen oder nicht. Hier gibt es einen Unterschied zwischen persönlich gezahltem Trinkgeld, das der Angestellte behalten darf, und dem Trinkgeld, das in einen „großen Topf“ eingezahlt und gleichmäßig unter allen Mitarbeitern aufgeteilt wird. Dies entscheidet vorrangig der Arbeitgeber. In manchen Bars oder Restaurants ist es gang und gäbe das Trinkgeld unter allen Angestellten aufzuteilen. In anderen Gastwirtschaften oder Cafés dagegen bekommt das Trinkgeld allein die Servicekraft, die auch den Gast bewirtet hat. Auf diese Weise, da ist man sich weitestgehend einig, werden freundliche und zuvorkommende Servicemitarbeiter fair für ihren Einsatz belohnt, während die Kollegen, die sich weniger bemühen, auch weniger Trinkgeld erhalten und häufiger leer ausgehen.

Fall A: Jeder Mitarbeiter behällt sein eigenes Trinkgeld

In dem Fall, dass man sein eigenes Trinkgeld behalten darf, hat der Gesetzgeber 2002 festgelegt, dass Trinkgelder von der Einkommenssteuerpflicht befreit sind. Die Trinkgelder müssen nicht abgesetzt werden, wenn sie gezahlt werden, ohne dass darauf ein Rechtsanspruch besteht und die Zahlung freiwillig erfolgt. Zudem muss das Trinkgeld natürlich zusätzlich zu dem gezahlt werden, was dem Servicemitarbeiter an Stundenlohn oder Festgehalt für die Arbeitsleistung bezahlt wird. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber seinem Personal nicht das Trinkgeld mit dem Lohn verrechnen darf, denn sonst würde der Arbeitgeber unterm Strich in die eigene Tasche kassieren.

Fall B: Alle Mitarbeiter teilen das gemeinsam verdiente Trinkgeld

Im anderen Fall, wenn der Arbeitgeber seine Angestellten dazu auffordert, die Trinkgelder zusammenzulegen und gleichmäßig im Team zu verteilen, ändert sich auch die Gesetzeslage: Die Steuerfreiheit tritt nur dann in Kraft, wenn das Trinkgeld dafür bezahlt wird, dass eine personengebundene Zufriedenheit damit ausgedrückt wird. Sobald das Trinkgeld nicht mehr nur einer Person, sondern gleich mehreren oder sogar allen Kollegen zugutekommt, ist die Voraussetzung der persönlichen Bindung nicht mehr gegeben. Somit wird das Trinkgeld steuerpflichtig und muss abgesetzt werden. Zudem fallen dann auch Sozialabgaben an.


Icon: Glühbirne, unser Tipp

Unser Tipp:

Besprechen Sie im Team gemeinsam, welche Trinkgeldregelung getroffen werden soll und berücksichtigen Sie dabei unbedingt die aktuelle Rechtslage. So steht Ihrer Freude über das wohlverdiente Trinkgeld nichts mehr im Wege!

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